Erneuerbare Energien

  • 10. Internationale Klima- und Energiekonferenz

    Nach der 5. Berliner Klimaschutzkonferenz berichtet Dr. Helmut Pöltelt von der 10. Internationalen Klima- und Energiekonferenz in Berlin

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  • Bericht von der 5. Berliner Klimaschutzkonferenz

    Wenig konkrete Vorschläge auf der 5. Berliner Klimaschutzkonferenz - Ein Bericht von Dr. Helmut Pöltelt

    Unsere BVB/FW- Landtagsgruppe in Potsdam erhielt vom Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz, Herrn Andreas Geisel, eine Einladung zur Teilnahme an der 5. Berliner Klimaschutzkonferenz am 24.11.2015. Senator Geisel war gleichzeitig Schirmherr der Konferenz. Die Einladung wurde dankend angenommen.

    Berliner Klimaschutzkonferenz

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  • Biotonne als nutzloser Kostentreiber?

    Kreislaufwirtschaftsgesetz als nächster Kostentreiber bei Kommunalabgaben absehbar – Landesregierung ignoriert Ökologie und Ökonomie

    ZUSAMMENFASSUNG:
    Die Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wird durch die flächendeckende Einführung der kostenpflichtigen Biotonne zu weiteren Kostensteigerungen für die Bürger führen. Die ökologischen Konsequenzen sind für viele Regionen zweifelhaft. Die ländliche Struktur Brandenburgs führt zu langen Transportwegen, und vielerorts werden Bioabfälle bereits mittels Komposthaufen verwertet. Die Landesregierung setzt das Kreislaufwirtschaftsgesetz jedoch stur um. Sie macht sich keine Gedanken über die Auswirkungen der regionalen Besonderheiten Brandenburgs. Sie bemüht sich auch nicht um Lösungen für den Fall, dass sich die Maßnahme im ländlichen Raum wegen übermäßigem Treibstoffverbrauch als umweltschädlich oder unwirtschaftlich erweisen könnte. Denn nach unseren Schätzungen macht die Abholung nicht nur wirtschaftlich keinen Sinn, sie wird auch umweltschädlich, wenn je Kilogramm abgeholtem Biomüll mehr als 40 Meter Fahrtweg anfallen.

    Wir fordern:  Die Landesregierung muss vorab Berechnungen zur Sinnhaftigkeit der flächendeckenden Einführung der Biotonne durchführen. Sollte sich per saldo kein Nutzen für die Umwelt herausstellen, muss sie sich auf Bundesebene dafür einsetzen, Ausnahmeregelungen für ländliche Gebiete zu schaffen. Kosten für die Bürger ohne Nutzen oder gar mit Schaden für die Umwelt sind nicht akzeptabel!

    Die flächendeckende Einführung der Biotonne wird die Kommunalabgaben weiter erhöhen und das vielleicht ohne Nutzen für die Umwelt

    LANGFASSUNG:

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  • Die Subventionsjäger schlagen zurück

    Warum die Agora-Studie zum Kohleausstieg reine Lobbyarbeit für Windkraft- und Photovoltaik-Industrie ist

    Am 13. Januar machte die Studie des Forums „Agora-Energiewende“ Schlagzeilen. Deutschland solle schnell aus der Kohle aussteigen.  Liest man die Planungen, kann man als Experte nur mit dem Kopf schütteln und bekommt den begründeten Verdacht, dass es sich um ein von Wind- und Photovoltaik-Lobby produziertes Papier handelt.

    Ein Beispiel: In Deutschland ist eine Leistung von 5 GW durch Laufwasserkraftwerke und Biomasse gedeckt. Es verbleibt nachts im Minimum ein Leistungsbedarf von rund 35 GW, tagsüber im Maximum ein Bedarf von rund 75 GW, der noch nicht abgedeckt ist. 

    Welche Leistungen sieht Agora im Eckpunktepapier als angemessen, um diese Lücke von maximal 75 GW zu schließen? Antwort: 140 GW Windkraft, zusätzlich 100 GW Photovoltaik (siehe „Elf Eckpunkte für einen Kohlekonsens – Konzept zur schrittweisen Dekarbonisierung des deutschen Stromsektors“ (Langfassung) Abbildung 22, Seite 67). Warum derartige Überkapazitäten bei Windkraft und Photovoltaik benötigt werden, wenn ohnehin als Reserve 60 GW an Gaskraftwerken geplant sind, bleibt schleierhaft.

    Windkraft

    Agora Energiewende plant 140 GW Windkraft-Kapazität bei maximal 75 GW Bedarf - warum?

    Im Widerspruch dazu soll in den 2020ern die Stromerzeugung aus Biomasse – die einzige wetterunabhängige unter den großen durch EEG geförderten Energieformen – halbiert werden. Warum? Das wird nicht erklärt. Angeblich handelt es sich um ein „Konsenspapier“. Doch der Konsens besteht hier wohl nur zwischen Windkraft- und Photovoltaikindustrie, deren Thinktank Agora Energiewende ist. In der Tat begannen die „12 Thesen zur Energiewende“ von Agora aus dem Jahr 2012 mit den Worten: „Der erste Hauptsatz der Energiewende lautet: Im Mittelpunkt stehen Wind und Solar!“ – also nicht etwa Klimaschutz, Kosteneffizienz oder Versorgungssicherheit.

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  • Ein unmoralisches Angebot

    Wir decken auf: Staatsbetrieb BVVG verkauft Optionen für „potenzielle Solarfelder“, die nicht als Solarfelder gefördert werden dürften, weil sie für die Landwirtschaft gebraucht werden

    Die BVVG (Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH) ist die staatliche Verwalterin der ehemaligen volkseigenen Flächen in den „neuen“ Bundesländern. Sie besitzt auch zwei landwirtschaftlich genutzte Flurstücke in Ostprignitz-Ruppin, Flurstücke 610/1 und 610/2. Die Gesamtfläche von rund 417.900 m² liegt nordöstlich der Bahnlinie zwischen Velten und Neuruppin, direkt nordwestlich des Golfplatzes Wall.

    Die Flächen liegen zudem nahe dem Naturschutzgebiet „Oberes Rhinluch“ – und damit mitten in einem der wichtigsten Kranich-Rastplätze Europas. Ein durch EU-Recht geschütztes Vogelschutzgebiet grenzt direkt an, und auch die Flächen der BVVG werden gerne von den Kranichen als Lande- und Rastplatz benutzt.

    Nun sollte eine Kaufoption für die beiden Grundstücke versteigert werden. Sollte dort ein Solarfeld genehmigt werden, könnte der Käufer der Option dann die Flächen erwerben. 20.900 Euro erwartet die BVVG für die Kaufoption. Die lokalen Landwirte – vertraglich bis 01.10.2018 Pächter der Fläche – waren nicht begeistert, dass ihnen möglicherweise schon bald die Existenzgrundlage ihrer Betriebe beschnitten wird. Doch das war neben den Bedenken zum Naturschutz nicht das einzige Unmoralische an diesem „Angebot“.

    Das Grundstück erfüllt zum großen Teil gar nicht die Anforderungen, um durch das EEG geförderte Solaranlagen zu errichten. Denn das EEG erlaubt keine Förderung, wenn das Solarfeld auf ehemaliger landwirtschaftlicher Nutzfläche gebaut wird. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass der Ausbau der Photovoltaik zu Lasten der Landwirtschaft geht – also genau das, was hier geplant ist. Und ohne Möglichkeit zur EEG-Förderung ist die Fläche als Solarfeld unbrauchbar. Nur ein Streifen entlang der Schienen wäre überhaupt als gefördertes Solarfeld nutzbar, etwa die Hälfte der Fläche. Doch diese „Kleinigkeit“ wurde im Exposé der versteigerten „Solarfeld-Option“ der BVVG nicht erwähnt. Insofern würde der Verkauf der Option vielleicht sogar in einem für den Staatsbetrieb BVVG teuren Rechtsstreit enden.

    Für uns ein Grund, mit einer Kleinen Anfrage nachzuhaken. Und da diesmal ein Dienstleister des Bunds kritisiert wird und nicht die Regierung, stellte sich letztere ausnahmsweise mal auf unsere Seite. Die gesamte Antwort der Landesregierung auf alle unsere kritischen Fragen:

    „Die Umnutzung von landwirtschaftlicher Fläche für Solarenergienutzung stellt aus Sicht der Landesregierung keine agrarstrukturell sinnvolle Option dar. Im vorliegenden Fall handelt es sich nicht um den unmittelbaren Verkauf der Fläche, sondern um den Erwerb einer Kaufoption auf die Fläche für den Fall der Genehmigung des Solaranlagenbaus. Die Ausschreibung entspricht nicht den mit der BVVG vereinbarten Grundsätzen für die Veräußerung von landwirtschaftlichen Flächen. Die Landesregierung behält sich deshalb vor, die BVVG zur Rücknahme der Ausschreibung aufzufordern."

    Hoffen wir, dass die Regierung dem Taten folgen lässt.

    Antwort Landesregierung Kleine Anfrage: „Vorgeschriebenes Solarfeld in Neukammerluch in OPR zu Lasten der Umwelt und der Landwirtschaft“

    Presseecho:
    Land lehnt Solarpark im Luch ab - MAZ 24.10.2016

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  • Energiewende: Verlässlich und intelligent?

    Dritter Teil der kritischen Auseinandersetzung mit der Informationsschrift „Die Energiewende: unsere Erfolgsgeschichte“

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  • Energiewende: Weder nachhaltig, noch sicher

    Dr. Helmut Pöltelt: Ist die Energiewende „nachhaltig“ und „sicher“? – Eine kritische Betrachtung zu Falschaussagen der Bundesregierung, Teil 2

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  • Jahrestagung des ForschungsVerbundes Erneuerbare Energien (FVEE) 2015

    Bericht über die Jahrestagung 2015 des ForschungsVerbundes Erneuerbare Energien (FVEE) von Dr. Helmut Pöltelt

    FVEE

    Am 3. und 4. November 2015 fand die Jahrestagung des ForschungsVerbundes Erneuerbare Energien (FVEE) im Umweltforum Berlin statt. Für BVB/FREIE WÄHLER nahm unser Landespolitischer Sprecher für Energieversorgung Dr. Helmut Pöltelt teil.

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  • Klimaabgabe - Streit mit falschen Argumenten

    Geplante Klimaabgabe: Bundes-SPD und Landes-SPD beharken sich mit falschen Argumenten
     
    Kraftwerk Schwarze PumpeZwischen dem Bundesvorsitzenden der SPD, Sigmar Gabriel, und der SPD-geführten Landesregierung Brandenburgs ist ein Kampf um die geplante Klimaabgabe entbrannt. Während Gabriel als Bundesminister für Wirtschaft und Energie eine Klimaabgabe für Braunkohlekraftwerke einführen will, ist die Landesregierung dagegen. Sigmar Gabriel argumentiert mit Klimazielen. Die Landeregierung mit Arbeitsplätzen in Brandenburg. Beide liegen mit ihren Argumenten falsch.
     
    Es ist anzunehmen, dass die Abgabe nur so hoch angesetzt wird, dass die Braunkohleverstromung nicht defizitär wird. Denn sonst würden die Betreiber die Anlagen schließen, wodurch für weite Teile Deutschlands keine Versorgungssicherheit mehr bestehen würde - mit verheerenden Folgen für den Industriestandort Deutschland. Allein in der Lausitz würden plötzlich 7.000 MW Leistung fehlen. Dies kann auch die Bundes-SPD nicht wollen. Man kann also von einer moderaten Abgabe ausgehen, die kurz- und mittelfristig die Braunkohlekraftwerke nicht gefährden wird. Die Kraftwerke laufen also in jedem Fall weiter, samt Arbeitsplätzen und CO2-Ausstoß. 
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  • Klimaschutz kritisch: Was geht uns eigentlich Paris an?

    Klimaschutz-Konferenz in Paris führt zu unrealistischen Forderungen und Programmen – Was kommt auf die Bevölkerung zu?

    Die UN-Klimakonferenz hat im Dezember 2015 in Paris mit 195 Staaten der Welt einen Klimavertrag als ambitioniertes Abkommen verabschiedet. Zur Vermeidung einer Klimakatastrophe auf der Erde durch Erhöhung der Temperatur der Erdatmosphäre sollen Maßnahmen ergriffen werden, die diese Temperaturerhöhung auf nunmehr maximal 1,5 Grad Celsius begrenzen. Dazu sieht der Klimavertrag vor, alle Prozesse, die das Treibhausgas Kohlendioxid emittieren, zu beenden. Erreicht werden soll dieses Ziel durch eine „Dekarbonisierung“ der Welt. Das ist gleichzusetzen mit dem Ende aller Verbrennungsprozesse in Motoren, Heizungskesseln und Kraftwerken, wo das CO2 entsteht.

    Was bedeutet das für uns praktisch, wenn alle kohlenstoffhaltigen Brenn- und Kraftstoffe durch Ökostrom ersetzt werden sollen?

    Um diese Frage zu beantworten, ist am 20.06.2016 eine Studie mit dem etwas sperrigen Titel „Sektorkopplung durch die Energiewende“ erschienen. Sektorkopplung bedeutet die Erweiterung der Energiewende über den Stromsektor hinaus auf die Sektoren Verkehr und Heizwärme. Hierzu stellten der Studienautor Prof. Dr.-Ing. habil. Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) in Zusammenarbeit mit Greenpeace Energy Berechnungen an, wie der Energiebedarf Deutschlands allein aus erneuerbaren Energien gedeckt werden könnte und was das für Deutschland insgesamt bedeuten würde.

    Um bis spätestens zum Jahr 2040 alle fossilen Energieträger durch Öko-Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu ersetzen, müssen sie jährlich 1320 Terawattstunden erzeugen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie im Jahr 2015 einschließlich der fossilen Energieträger an Elektroenergie erzeugt wurde. Die Studie kommt so zu der Schlussfolgerung, dass es notwendig sei, die Wind- und Solarenergie drei bis sechs Mal schneller auszubauen, als die Bundesregierung derzeitig plant. Aussagen darüber, ob das unter den geografisch- meteorologischen Bedingungen in Deutschland überhaupt möglich wäre, enthält die Studie nicht. Auch zu den Kosten dieser Strategie, die aus der Klimaschutzkonzeption der Bundesregierung für Deutschland abgeleitet wurde, gibt es keinerlei Schätzungen. 

    Um die vollständige Dekarbonisierung im Jahr 2040 zu erreichen, ist ab 2020 ein Verbot des Einbaus neuer Öl- und Gasheizungen sowie von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erforderlich. Die Produktion von Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselmotoren muss ab 2025 eingestellt werden. Im Verkehrssektor wird voll auf Elektromobilität gesetzt. Dazu sollen für den Güterverkehr wichtige Fernstraßen und die deutschen Autobahnen mit Oberleitungen wie bei der Bahn versehen werden. So könnte der gesamte Bus- und Güterverkehr in kürzester Zeit elektrifiziert werden. Dazu fehlen aber noch Konzepte und Kostenschätzungen. Auch die begrenzte Verfügbarkeit von Lithium für Fahrzeugbatterien und Großspeicherbatterien, dessen Reichweite derzeitig zwischen 30 bis 50 Jahre geschätzt wird, blieb unerwähnt. 

    Der politisch verordnete Tod des Verbrennungsmotors hätte zudem gravierende Auswirkungen auf die deutsche Automobilindustrie, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit, ihre Arbeitsplätze und ihre Standortpolitik. Auch darüber gibt die Studie keine Auskünfte. 

    Für die vollständige Dekarbonisierung von Strom- und Wärmeerzeugung sowie den Verkehr bis 2040 wird empfohlen, die installierten Leistungen für Oneshore-Windenergieanlagen auf 200 GW, für Offshore-Windenergieanlagen auf 76 GW und für Photovoltaik auf gar 400 GW zu erhöhen. Das läuft auf eine Vollverspargelung und Vollverspiegelung Deutschlands hinaus. Natur-, Umwelt-, Landschaftsschutz und Nachhaltigkeit bleiben auf der Strecke.

    Weil der Klimaschutz eine der vier Hauptsäulen der Energiewende darstellt, erscheint es angesichts der aufgezeigten absurden und irrwitzigen Auswirkungen auf das gesamte Land notwendig, eine öffentliche Diskussion parteienübergreifend anzustoßen.

    Der landespolitische Sprecher Energieversorgung kann natürlich nicht an wichtigen Fragen vorbeigehen, die von bundespolitischer Seite auf Brandenburg ausstrahlen. Wie realistisch oder irreal diese Zielstellung für Deutschland und somit auch für Brandenburg ist, untermauert nun die Primärenergie-Analyse der AG Energiebilanzen e.V.(DIW, DEBRIV, BDEW) für das 1.Halbjahr 2016.

    Die Struktur des Primärenergieverbrauchs in Deutschland zeigt für das 1. Halbjahr 2016 noch immer einen ausgewogenen Energiemix. In Klammern stehen jeweils die Werte für das Vorjahr. Die Primärenergieversorgung Deutschlands wird zu 79,9 % aus fossilen Energieträgern bestritten. Der Beitrag erneuerbarer Energieträger beträgt 13,0 %.


    Abb.: Struktur des Primärenergieverbrauchs Deutschlands im 1.Halbjahr 2016 nach Energieträgern

    Das soll sich nach dem Willen der Bundesregierung mit der „Klimaschutzkonzeption 2050“ aus dem Hause der Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks gründlich ändern. Durch den Ausstieg aus der Atomenergie wird deren Anteil von 6,5 % komplett ersetzt werden müssen, was Brandenburg jedoch nicht direkt betrifft. Doch auch der Anteil fossiler Energieträger (Öl, Gas, Braun- und Steinkohle) von insgesamt 79,9 % soll vollständig durch erneuerbare Energien ersetzt werden.

    Für das Land Brandenburg könnte das bedeuten, dass sich die Anzahl der Windenergieanlagen von 3 551 per 30.06.2016 auf das Fünffache – ca.17 000 Stück – erhöht. Das käme einer Vollverspargelung des Bundeslandes Brandenburg gleich. Wollen das die Brandenburger Bürgerinnen und Bürger wirklich? Ich denke NEIN. Fragen wir unseren Minister für Wirtschaft und Energie, Herrn Albrecht Gerber. Wir werden ihm hierzu in den nächsten Wochen eine Kleine Anfrage stellen.

    Dr. Helmut Pöltelt
    Landespolitischer Sprecher Energieversorgung der BVB/FREIE WÄHLER

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  • Neue Landesenergiestrategie jetzt!

    „Energiestrategie 2030“ der Landesregierung von SPD und LINKEN komplett gescheitert – Hauptsäulen Braunkohle und Windkraft brechen weg

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  • Probleme der Energiewende werden ignoriert

    Probleme der Energiewende werden nicht gelöst, sondern ignoriert – Bericht von der Tagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien

    Am 2. und 3. November 2016 fand die Jahrestagung des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien im Umweltforum Berlin statt. In der Teilnehmerliste hatten sich 410 Personen eingetragen. Die Bundesregierung war mit vier Ministerien vertreten (Wirtschaft und Energie/Umwelt,Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit/Bildung und Forschung/Ernährung und Landwirtschaft). Die Wissenschaftslandschaft war mit 13 namhaften Instituten und Forschungszentren vertreten, von denen hier nur einige stellvertretend genannt werden sollen: Deutsches Biomasseforschungszentrum, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Fraunhofer-Institute für Solare Energiesysteme und für Windenergie und Energiesystemtechnik, Deutsches GeoForschungsZentrum Potsdam, Forschungszentrum Jülich, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

    Auffällig war, dass die Jahrestagung auf ihren Wissenschaftlichen Tagungsleiter, Herrn Prof. Dr. Clemens Hoffmann vom Fraunhofer-Institut für Windenergie Energiesystemtechnik, verzichtet hatte. Mit ihm hatte ich noch vor einem Jahr einen lebendigen Disput über die von seinem Institut vertretene „Glättungstheorie“, die inzwischen praktisch und theoretisch widerlegt ist, und Beiträge der Wissenschaft zur Wirtschaftlichkeit der Energiewende. So konnte die Diskussion leider nicht fortgeführt werden.

    An den beiden Konferenztagen wurden 20 Vorträge gehalten, die folgenden Konferenzschwerpunkten zugeordnet waren: 

    1. Energiewende – Stand und Perspektiven
    2. Schlüsseltechnologien für die Energiewende
    3. Entwicklungstrends in der Photovoltaik
    4. Komponenten der Energiebereitstellung
    5. Netze und Speicher für die Energiewende

    Bis auf die Entwicklungstrends in der Photovoltaik waren die inhaltlichen Schwerpunkte der Vorträge die gleichen wie im Vorjahr: Beherrschung der Volatilität der erneuerbaren Energieträger, Konsequenzen aus der ungelösten Speicherproblematik, keine Lösungsansätze für den weiteren Stromkostenanstieg, den die Energiewende verursacht, Möglichkeiten und Grenzen aus der Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Verkehr und Transport.

    Wie groß die Schwierigkeiten bei der Netzintegration der Erneuerbaren Energien sind, wurde im Vortrag von Dr. Degner (Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik) deutlich. Die notwendigen Netzeingriffe (Redispatch) zur Verhinderung von Netzausfällen (Blackouts) wuchsen von ca. 1.500 im Jahr 2010 auf über 15.000 im Jahr 2015, d. h. um das Zehnfache.

    Die Energiewende, die mehr und mehr mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen hat, wurde als komplexes sozio-technisches Problem benannt. Durch wissenschaftliche Begleitung müsse eine „aktive Akzeptanz“ erreicht werden, die Fehlentwicklungen bei der Energiewende erkennt. Schlussfolgerungen aus der Erkenntnis von Fehlentwicklungen wurden nicht genannt. Das ist auch nicht verwunderlich, da die Konferenzteilnehmer fast vollständig treue Verfechter der regierungsoffiziellen Klimaschutz- und Energiewendepolitik waren. Kennzeichnend ist ihr Klimaschutz- und Energiewende-Tunnelblick, der die Energiewirtschaft als Ganzes aus dem Blickfeld verloren hat. Beispielsweise internationale Entwicklungen der Kernenergie, wie inhärent sicher Reaktoren der 4. Generation, Thorium-Reaktoren oder Kernfusion scheinen im Forschungszweig der Windkraft- und Solarlobby unbekannt zu sein. Jedenfalls vermittelte die Jahrestagung diesen Eindruck. Dass die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien mehrfach als Problem benannt wurde, ist sicher nicht zuletzt den über 680 Bürgerinitiativen bundesweit zu verdanken, die die Ausbaustrategien für Windkraft und Photovoltaik mit guten Argumenten kritisieren.

    Mit der Einladung hatte die Tagungsleitung die Präsentation der aktuellen Forschungshighlights aus Windenergie und Photovoltaik angekündigt. Ein nennenswertes Innovationspotenzial bei Windenergie besteht nicht, wohl aber zunehmende Massen- und Gewichtsprobleme mit den größten Rotationsmaschinen der Welt. Die in Aussicht gestellte Entwicklung von „Smart Blades“, die im Betrieb die lokale Aerodynamik durch Anpassung der Form der Flügelprofile verbessern sollen, wirkte sehr futuristisch. Lärm war für den vortragenden Professor Reuter vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik hingegen kein Problem. Mit meiner Frage nach den Gefahren des Infraschall hatte ich ihn auf dem falschen Fuß erwischt – keine Kenntnis, keine Antwort. Sehr blamabel.

    Wie von der Politik gefordert, wurde auch viel über Speichermöglichkeiten für überflüssigen Grünstrom oder intelligente Netze geredet. Außer den bekannten Möglichkeiten, die alle das Problem des instationären Flatterstroms nicht bewältigen, gab es nichts Neues.

    So kam der einzige Beitrag, den man hätte unter Forschungshighlight einordnen können, zum Thema Photovoltaik-Technologien von Prof. Rech (Helmholtz-Zentrum Berlin). Der praktisch erreichbare Wirkungsgrad von Solarzellen wurde im Labor mit 27 % ermittelt. Er basiert auf höchsteffektiven Mehrfachsolarzellen. Mit 4-fach gestapelten III / IV- Solarzellen und dem Einsatz von Strahlungskonzentratoren sollen bis zu 47 % Wirkungsgrad möglich sein. Damit soll die direkte Wasseraufspaltung erreicht werden. Experimentiert wird auch mit organischen PV-Zellen. Auf Anfrage von mir wurde der massenhafte Einsatz von Solarzellen mit 25 % Wirkungsgrad im Jahr 2025 prognostiziert. Die Sonnenscheindauer wird damit in Deutschland zwar nicht erhöht, aber das fast gesamte Strahlungsspektrum des Sonnenlichts kann so genutzt  werden. Das ist wirtschaftlich bedeutsam.

    Insgesamt war viel von Optimierungen die Rede. Das passt zum Dickicht der Windkraft- und Solarforschung für die Energiewende. Irgendwo, irgendwann und irgendwie lässt sich in jedem Prozess etwas optimieren, was für wissenschaftliche Beschäftigung sorgt. Kosten/Nutzenbetrachtungen zu den vorgetragenen Forschungsergebnissen habe ich jedoch vermisst.

    Welche Erkenntnisse hat die Jahrestagung 2016 des FVEE BVB / FREIE WÄHLER vermittelt?

    1. Energiewende und Klimaschutz bestimmten die Denkhaltung der anwesenden Wissenschaftler. Grundsätzliche Probleme werden dabei ignoriert und ausgeblendet.
    2. In den Vorträgen sollte der Eindruck vermittelt werden, dass die Wissenschaft die bekannten, teilweise gravierenden Probleme mit Wind und Sonne im Griff und für alles eine Lösung hat oder zumindest vorbereitet.
    3. Die negativen Auswirkungen der Energiewende auf Natur und Umwelt, Landschaft und die Schutzgüter Mensch, Gesundheit und Tiere bleiben wissenschaftlich unbearbeitet.
    4. Allein die wirtschaftlichen Interessen der Windkraft- und Solarlobby bestimmen die Wissenschaftsarbeit. Das wird von der Politik der GroKo unterstützt und befördert.
    5. Die energiepolitischen Grundpositionen der BVB / FREIE WÄHLER wurden durch die Konferenz bestätigt und sind weiterhin die Basis für Gespräche mit der Landesregierung, die zugesagt waren und noch immer ausstehen. 

    In der Teilnehmenden-Befragung 2016 konnte ich die Frage: „Erfüllte die Veranstaltung Ihre Erwartungen?“ lediglich mit „nur bedingt“ beantworten.

    Dr. Helmut Pöltelt
    Landespolitischer Sprecher Energieversorgung der BVB / FREIE WÄHLER

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  • Stromkosten: Kollektive Verantwortungslosigkeit

    Antrag BVB / FREIE WÄHLER auf Überarbeitung des teuren windkraftlastigen Energiekonzeptes wird abgelehnt – Brandenburger bleiben auf Kosten sitzen

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  • Strompreisexplosion statt Strompreisbremse

    SPD verspricht in der Presse Bremse beim Strompreis, aber kündigt im Landtag nur noch mehr Ausgaben für Netzausbau und Speicher an
     
    Ministerpräsident Woidke (SPD) beklagte sich in der Presse vor einigen Wochen über die hohen Strompreise und die unzuverlässigen Erneuerbaren Energien – und kündigte dabei an, sich für die Bremsung des teuren EEG-Stroms einzusetzen. So sollte man erwarten, dass es nun einen Antrag der SPD gibt, der den geplanten Ausbau der Windkraft reduziert. Doch im Landtag beantragten SPD und Linke das Gegenteil dessen: keine Rücknahme der überzogenen Windkraft-Ausbauziele, sttattdessen die verklausulierte Ankündigung von noch mehr teurem Netzausbau und mehr Geld für Energiespeicher. Und das, obwohl es laut Antwort der Landesregierung gar keine bezahlbare Speichertechnologie gibt! Noch mehr Kosten, die vom Verbraucher zu tragen sind, der in Brandenburg ohnehin schon die höchsten Stromkosten zu zahlen hat. Die Umlagen für Netzausbau und EEG machen hierzulande inzwischen drei Viertel des Strompreises der Haushalte aus, ein Brandenburger Haushalt zahlt pro Jahr 100 Euro mehr als ein Haushalt in Baden-Württemberg.
     
    Währenddessen wurde die von der Höhe der Windkraftanlagen abhängige 10H-Abstandsregelung in Bayern Anfang Mai als verfassungsgemäß bestätigt, was uns veranlasste, einen Antrag zur Einführung dieser Regelung in Brandenburg zu stellen. Denn wenn man ernsthaft weniger Windräder aufstellen will, ist es logisch, die Bürger mit größeren Mindestabständen vor Lärm zu schützen. Das würde auch die verfügbaren Flächen einschränken und hätte somit den positiven Nebeneffekt, dass weniger teure Windkraft-Überkapazitäten aufgebaut werden. Péter Vida stellte diesen Antrag in seiner Rede im Landtag vor.
     
    Doch unser Antrag wurde von der Mehrheit von SPD, Linken und Grünen abgelehnt. Stattdessen wurde der Antrag durchgewinkt, der ankündigt, den Bürgern mehr Geld für Netzausbau und Speichertechnologien aus der Tasche zu ziehen. Wieder einmal tut die SPD im Landtag das Gegenteil von dem, was sie vollmundig in der Presse angekündigt hat. 
     
    Und die Presse? Bekommt von alledem gar nichts mit. Sie lässt sich vom Titel des SPD/LINKE-Antrags („Notwendigen gesellschaftlichen Dialog zur Energiepolitik friedlich führen – Akzeptanz der Energiewende sichern“) über dessen Ziele täuschen. Und sie erkennt zudem dessen inneren Widerspruch (explizit Kostenbeschränkung als Ziel angeben, aber gleichzeitig Maßnahmen mit erheblichen Zusatzkosten ankündigen) nicht. So gelingt es SPD und Landesregierung wieder einmal, die Öffentlichkeit über ihre wahren Ziele zu täuschen!
     
     
     
     
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  • Systemversagen der Energiewende

    Negative Strompreise werden als „Triumph“ verkauft, obwohl sie Zeichen für ein Versagen der Energiewende sind – Kommentar von Dr. Helmut Pöltelt

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  • Wachsende Kritik an EEG-Geldverschwendung

    Bundesrechnungshof übt scharfe Kritik an der planlosen Geldverschwendung des EEG – Positionen und Kritik von BVB / FREIE WÄHLER werden bestätigt

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  • Watsche für Rot-Rot-Grüne Energiepolitik in Brandenburg

    Energie-Forum in Zossen - Rot-Rot-Grüne Energiewende in Kritik - Volksinitiative beendet Unterschriftensammlung erfolgreich

    Um die Zukunft der Energieversorgung in Brandenburg‬ und die Sinnhaftigkeit der aktuellen ‪Energiewende‬ ging es am 22.06.2015 beim Energieforum Zossen. Landtags-Abgeordnete aus allen Fraktionen und der Gruppe BVB / FREIE WÄHLER waren anwesend. Gleich zu Beginn gab die Volksinitiative "Rettet Brandenburg" bekannt, dass man inzwischen 28.000 Unterschriften für die Einführung der 10H-Regelung und den Verzicht auf Windkraftanlagen in Wäldern gesammelt hat.

    Als einer der Redner fungierte Prof. Dr. Joachim Weimann, Umwelt-Ökonom von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Sein Schwerpunkt lag auf der systematisch bedingten Ineffizienz der Energiewende. Unter dem Strich haben die Milliardensubventionen für Erneuerbare Energie durch die Wechselwirkung mit dem Europäischen Emissionshandel nichts gebracht. Denn für jede in Deutschland durch das EEG eingesparte Emission wurde ein Emissionsrecht frei, was wiederum die Preise für Emissionsrechte nach unten trieb. Folglich sank der finanzielle Anreiz in anderen Bereichen CO2 einzusparen. So trug paradoxerweise die Energiewende mit dem EEG entscheidend zum Braunkohle-Boom der letzten Jahre bei.

    Statt des ineffizienten EEG sollte der ausschließlich der Weg des Emissionshandels gestärkt werden. Zusätzliche, von Politikern willkürlich für bestimmte Technologien festgelegte Subventionen sieht er als ineffizient. Der Handel findet selbst die Variante, wo und wie Emissionen am günstigsten eingespart werden können. Will man die Emissionen weiter senken, wird einfach weniger an Emissionsrechten verteilt.

    Roter Adler steig nicht hochFür die Gäste spielte Tier- und Naturschutz eine große Rolle. Viele Besucher waren nicht von der Windkraft-Politik der Landesregierung begeistert. Unser Antrag auf Überprüfung der von Rot-Rot in 2012 gekürzten Tierökologischen Abstandskriterien wurde erwähnt. Die Ablehnung des Antrags durch die Rot-Rote Landesregierung wurde von den Besuchern und auch Christoph Schulze in seinem Redebeitrag kritisiert.

    Die restliche Opposition schloss ich der Kritik weitestgehend an - mit Ausnahme der Grünen. Rot-Rot und die Grünen verteidigten statt dessen die Energiewende und den Massenausbau der Windräder gegen die Kritik.

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  • Windkraft: Ausbaustopp gegen Strompreisexplosion!

    Strompreise in Brandenburg explodieren, Kosten für Abschaltungen sind Kostentreiber – Forderung: Windkraft-Ausbaustopp, bis Stromtrassen fertig sind

    Die EEG-Umlage steigt 2017 von 6,35 auf 6,88 Cent. Damit ist allein der Anstieg zum nächsten Jahr so hoch wie die gesamte EEG-Umlage im Jahr 2004. Würde man nicht in die Rücklagen greifen, wäre der Anstieg noch deutlich höher. Dieser Kostenanstieg resultiert vor allem aus den gestiegenen Zahlungen an Windkraftbetreiber.
     
    Zusätzlich wird der für Brandenburg zuständige Netzanbieter 50Hertz 2017 Netzentgelte um 42 % erhöhen. Grund sind laut 50Hertz zusätzliche Kosten in Höhe von 350 Millionen Euro. Wie setzen sich diese Kosten zusammen? Wir zitieren aus der Pressemitteilung von 50Hertz: „Haupttreiber für diese Steigerung sind [...] Redispatchmaßnahmen und die Einsenkung von Anlagen zur erneuerbaren Stromerzeugung, die allein rund 90 Prozent der Steigerung der Netzentgelte von 50Hertz ausmachen.“
     
    „Einsenkung von Anlagen zur erneuerbaren Stromerzeugung“? Übersetzt heißt dieses leicht euphemistische Fachchinesisch: Abschaltungen von überschüssigen Windkraftanlagen, für deren Strom es keine erreichbaren Verbraucher gibt. Die Kosten entstehen, weil die Betreiber gemäß § 15 EEG  den nicht produzierten Strom trotzdem bezahlt bekommen.
     
    Allein für den Bereich von 50Hertz zieht dies schon jetzt jährlich über hundert Millionen Euro an Kaufkraft aus den Taschen der Bürger und transferieren Sie ohne Gegenleistungin die Taschen der Windkraft-Investoren. Eine nutzlose Umverteilung von unten nach oben. Hinzu kommen Kosten für An- und Abschaltungen anderer Kraftwerke und Netzknoten als Reaktion auf die ständig schwankende Einspeisung am Rande der Netzkapazität.
     
    Diese unsinnigen Kosten verdoppeln für Brandenburg den Preisanstieg noch einmal. Denn auf den Anstieg der EEG-Umlage um 0,53 Cent / kWh kommen zusätzlich ca. 0,5 Cent erhöhte Netzentgelte, vorwiegend für die Abschaltung überschüssiger Windräder. Das ist das, wovor wir Sie bereits seit 2015 wiederholt gewarnt haben.
     
    Weiter in der Pressemitteilung von 50Hertz: „Nur etwa sechs Prozent der Steigerung sind auf den Netzausbau zurückzuführen“ Fakt ist:  Wir haben mit dem viel debattierten Netzausbau noch gar nicht begonnen. Schauen Sie auf die Ausbaupläne (siehe unten). Die großen Projekte im Bereich von 50Hertz beginnen alle erst 2020. Der Zustand, dass unser Strom praktisch nur lokal in Ostdeutschland abzusetzen ist, wird noch mindestens ein halbes Jahrzehnt anhalten. Jede jetzt neu gebaute Windkraftanlage wird daher die unnützen Kosten auf Jahre weiter erhöhen. Zusätzlich wird ab 2020 der Netzausbau für weitere Kostensteigerungen sorgen.
     
    Netzausbau: Bis 2021 ist für Brandenburg nicht zu erwarten, dass weitere Verbraucher erreichbar werden – Neue Windräder werden bis dahin unnütze Kosten verursachen
     
    Auf die Verbraucher kommt ein riesiger Kostenberg zu. Der wäre teilweise vermeidbar. Etwa wenn der Bau neuer Windkraftanlagen so lange aufgeschoben wird, bis die notwendigen Stromtrassen tatsächlich existieren. Leider sehen wir in der Landesregierung hierzu nicht die geringste Tendenz. Trotz ständiger Beteuerungen von Herrn Woidke, die Stromversorgung bezahlbar zu halten, wurde das Ausbauziel nicht reduziert.Es gibt auch keine Planungen zu einem temporären Ausbaustopp, bis die Leitungen fertig sind. Stattdessen wird hingenommen, dass die Verbraucher in Ostdeutschland nun schon über 300 Millionen Euro im Jahr für stillstehende, überschüssige Windkraftanlagen zahlen. Und diese Kosten werden in den nächsten Jahren mit jedem neuen Windrad noch weiter steigen.
     
    Die einzige Aktivität in Sachen Windkraft in den Wochen seit der Verkündung drastisch gestiegener Netzentgelte und EEG-Umlage war die Ankündigung einer Veranstaltung der Windkraft-Lobby im Landtag. Während draußen der Bürger immer mehr für seinen Strom zahlt, leisten sich die Subventionsempfänger einen Lobby-Empfang mit Sekt und Champagner, um die Abgeordneten in ihrem Sinne zu beeinflussen. Wir haben als einzige Gruppierung im Landtag hiergegen protestiert.
     
    Unsere klare Forderung: Ein Ausbaustopp für die Windkraft in all jenen Regionen, in denen es bereits jetzt zu häufigen Abschaltungen kommt. Dieser Ausbaustopp kann wieder aufgehoben werden, sobald die notwendigen Netzkapazitäten vorhanden sind.

    Wie reagierten die anderen Parteien? Trotz der immer höheren Kosten für stillstehende, überflüssige Windkraftanlagen sind SPD, Linke und die Grünen für den weiteren massiven Ausbau. Begründung der Grünen: Sonst würde angeblich die Technologieführerschaft der deutschen Windkraft-Industrie verloren gehen. Die Bürger zahlen etwas ohne Gegenleistung und ohne Nutzen für Natur und Umwelt, nur damit die Windkraftindustrie einen möglichen Vorteil hat? Mit den gleichen Argumenten zur Bergbautechnik wurde von Lobbyisten früher die jahrzehntelange Subvention der Steinkohle gerechtfertigt. Damit dürfte endgültig klar sein, wessen Interessen die Grünen tatsächlich vertreten. Die Grünen sind zu dem geworden, was sie früher bekämpft haben: Lobbyisten einer hochsubventionierten Industriebranche.

    Robert Soyka
    Energiepolitischer Referent 
    BVB / FREIE WÄHLER Gruppe im Landtag Brandenburg

    Video der Pressekonferenz auf YouTube

    Presseecho:
    Beitrag in Brandenburg aktuell – RBB 19.10.2016

    Energisch gegen Windenergie - Neues Deutschland 24.10.2016

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