Auch wir sind doch Menschen und keine Sachen

Anwohner der BER-Einflugschneise schreibt offenen Brief an die Brandenburger Landespolitiker – Proteste wie in Frankfurt/Main werden auch am BER kommen

„Sehr geehrte Damen und Herren der Brandenburger Landespolitik,

ich lasse mal eingangs den Spruch vom Propheten weg! Denn in diesem 2-min-Video wird besonders Ihnen, den BER-standortaffinen und verantwortlichen Damen und Herren der Flughafenpolitik des Landes vor Augen und Ohren geführt, was Sie mit Ihrer Flughafenpolitik eigentlich seit Jahren vom Zaune gebrochen haben. Offensichtlich sind Sie auch bislang nicht bereit, dies zukünftig ändern zu wollen.

Es ist keine Prophetie, sondern die blanke Realität am Flughafen Frankfurt/Main, was Sie da gerade gesehen und gehört haben – könnten. Falls Sie überhaupt bereit waren, sich auch den unangenehmen Seiten Ihrer Politik zu stellen. Zugleich ist es ein Vorgeschmack dessen, was auf Sie ALLE zukommen wird, falls der BER doch noch eines Tages an diesem Standort eröffnen sollte.

Denn: Auch wir sind doch Menschen und keine Sachen!

Ich hoffe, Sie finden auf den Weg zu politischer Verantwortung gegenüber den Menschen im derzeitigen BER-Umland zurück. Mit Ihrer Flughafenpolitik stören Sie ganz massiv die öffentliche Ruhe und den öffentlichen Frieden in der Region, bis hinein ins Nachbarland Berlin. Meine Hoffnung ist allerdings äußerst schwach, dennoch stirbt sie zuletzt, wie es Hoffnungssache ist!

Diethard Günther
Wohnhaft im BER-Lärm-und-Abgas-Ghetto Mahlow – Bewohner des schwarzen Flecks (frei nach Götz Herberg, 1996-2004 Chef der Flughafengesellschaft BB), Steuerzahler und politisch bestimmtes BER-Standort- und -Fluglärm-Opfer"