Panketal: Immobilienprojekt als Kostenfalle

Christiane Herrmann: Neue Perspektiven auf dem ehemaligen Krankenhausgelände Zepernick schaffen

Das ehemalige Krankenhaus an der Schönower Straße, das die Gemeinde Panketal vor einigen Jahren erworben hat, stellt sich für diese immer mehr als Kostenfalle dar. Jahrelanger Leerstand und Wasserschäden haben der Bausubstanz immer mehr zugesetzt. Eine Beteiligungswerkstatt, an der sowohl Bürger, Gemeindevertreter als auch sachkundige Einwohner aus der Gemeinde teilnahmen, entwickelte ein Konzept für ein Bürgerhaus für mehrere Generationen.

Die Umsetzung dieses Konzeptes wäre aber für ein dreigeschossiges, baufälliges Gebäude mit einer Investition in Millionenhöhe verbunden. Die Gemeinde steht vor keiner leichten Entscheidung. Deshalb müssen alle Alternativen auf den Prüfstand kommen. Kostbar ist weniger die sanierungsbedürftige Bausubstanz des alten Krankenhauses als vielmehr die ruhige, zentrale Lage innerhalb des Ortes Panketal und die Nachfrage nach Wohnflächen und barrierefreiem (auf Wunsch betreutem) Wohnen. So sehen die Unabhängigen Panketal (BVB / FREIE WÄHLER) im Abriss der baufälligen Substanz zugleich eine Chance für ein zeitgemäßes Wohnbauprojekt, das durch einen Investor umgesetzt werden könnte.

Die Erfahrung kostspieliger Bauprojekte aus zahlreichen Orten Brandenburgs sollte Panketal nicht auch noch machen müssen.

Das begehrte Bürgerhaus könnte im kleineren Maßstab nur wenige Meter vom Standort des alten Krankenhauses in der Kita der Johanniter-Unfallhilfe „Traumschloss“ umgesetzt werden. Diese plant auf dem hinteren Teil des Geländes einen modernen Kita-Neubau und gibt somit zeitnah den alten Standort der Villa auf. Ein Umbau des Gebäudes zum Bürgerhaus wäre aus unserer Sicht ein für unsere Gemeinde realistisches Projekt.

Christiane Herrmann
Die Unabhängigen Panketal

Péter Vida, MdL

Hintergrund:

2012 war das alte Krankenhaus noch als Schule geplant, ist seitdem aber nur weiter verfallen – Sechs Varianten für Panketals Schullandschaft – MOZ 22.11.2012 (Bildquelle: Sergej Scheibe, MOZ)