Bad Freienwalde: Brückenabriss gefährdet Denkmalschutz

Unerwarteter Rückenwind aus dem Ministerium: Brückenabriss in Bad Freienwalde gefährdet Denkmalschutz

2015 kämpfte Ministerin Golze (Linke) aktiv für den Brückenabriss der B 158 durch Bad Freienwalde und das mit falschen Argumenten: Bleibt die Brücke erhalten, verliere die Stadt den Status als Kurort. Erst nach dem Bürgerentscheid Ende 2015 wurde die Wahrheit bekannt: Die Brücke spielt bei der Entscheidung über den Kurortstatus kaum eine Rolle. Die Bürger ließen sich ohnehin kaum beeindrucken: 60 % waren für den Erhalt der Brücke, doch zur Erreichung des Mindestquorums fehlten 150 Stimmen. 

Nach Bekanntgabe der konkreten Pläne nach dem Abriss verstärkte sich der Widerstand. Es  gründete sich eine Bürgerinitiative dagegen. Vor allem stört man sich am als Ersatz für die Brücke geplanten Kreisverkehr. Der läge dann direkt am Eingang einer Förderschule und würde einen denkmalgeschützten Platz zerstören.  Doch ihre Briefe an die Stadtverordneten blieben unbeantwortet.

Eine Antwort  gab es jedoch vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur als oberste Denkmalschutzbehörde. Diese wandte sich in der Antwort explizit gegen die Pläne zum Bau des Kreisverkehrs. In ihrer Stellungnahme empfahl sie der unteren Denkmalschutzbehörde ebenfalls, die Pläne zu überdenken. In einer Pressekonferenz stellten Leonie Schölzel (Bürgerinitiative „Brücke erhalten“) und Péter Vida (Landtagsabgeordneter BVB / Freie Wähler und Unterstützer der Initiative) diese neue Entwicklung vor.