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100 Tage Bürgermeister von Löwenberger Land: Bilanz von Pieter Schneider

27.02.2023 | Andere, Wahlen

Überraschend: Verwaltungszwänge und geringer Digitalisierungsgrad

Die Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen haben mir in den ersten 100 Tagen sehr geholfen, mich schnell einzuarbeiten und mit den Besonderheiten einer öffentlichen Verwaltung vertraut zu machen. Überrascht haben mich die vielen Zwänge und die Reglementierung einer öffentlichen Verwaltung. Viele Klischees rund um die öffentliche Hand sind weniger auf das Personal als auf die Rahmenbedingungen wie Verwaltungsrecht, Vergaberecht oder Kommunalverfassung zurückzuführen. Und im Vergleich zur freien Wirtschaft haben wir auch bei der Digitalisierung noch deutlich Luft nach oben. Mit der DigitalAgentur Brandenburg habe ich bereits einen tollen Partner kennengelernt, auf dessen Unterstützung ich hier baue.

 

Herausfordernd: Fachkräfte und nachhaltige Strukturen für Kita, Schule und Hort 

1. Es fehlt an Personal für die vielen Aufgaben in unserer Gemeinde. Um für die Zukunft besser gerüstet zu sein, müssen wir offene Stellen schnell besetzen und neue schaffen. Im Wettbewerb um Fachkräfte ist es wichtig, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem man produktiv sein kann, in dem man sich wohl fühlt und in dem man Entwicklungschancen für sich erkennt.

2. Die Verhandlungen und die internen sowie externen Abstimmungen zum Schulträgerwechsel sind sehr komplex. Wir werden gemeinsam ganzheitliche Lösungen erarbeiten müssen, die über die Kernfrage der Schulinfrastruktur hinausgehen und einen Zeithorizont von mehr als 10 Jahren umfassen. Zum Beispiel: Passt unsere Kita-Struktur mit sieben Standorten zu den vorhandenen finanziellen Mitteln? Wir haben derzeit Kitakosten in Höhe von 2,5 Millionen pro Jahr, der Fachkräftemangel tut sein Übriges. Unsere Bildungseinrichtungen sind historisch gewachsen, in Gebäuden, die uns heute auch energetisch vor Herausforderungen stellen. Lässt sich ein denkmalgeschütztes Schloss an die Bedürfnisse einer modernen Kita anpassen? Oder kann eine alte, kleine Schule auch in Zukunft eine Kita beherbergen? Wie kann in Teschendorf endlich Abhilfe geschaffen werden? Und können die Kitas in den Ortsteilen die Anforderungen an eine Hortbetreuung erfüllen oder sollte die Betreuung besser am Schulstandort mit all seinen außerschulischen Möglichkeiten und Angeboten gewährleistet werden? Und nein, ein Bürgerhaus ist keine Schulkantine. Ich lade alle Skeptiker ein, gemeinsam mit den Kindern das Schulessen einzunehmen. Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen mutige Entscheidungen treffen und anfangen, die Zukunft zu gestalten. Ein Strukturwandel ist unausweichlich, aber das war er eigentlich schon vor 10 Jahren.

Erfreulich: Verbesserung von Straßen, Radwegen und Bürgerbeteiligung

Ich freue mich auf viele Dinge in den nächsten Monaten, von denen ich hier mal 2-3 herausgreifen möchte:
☑️ Ich freue mich auf den Beginn der Straßenbauarbeiten in Häsen/ Timpbergstraße und Nassenheide/ Dorfanger, auf die neuen Radwege in Hoppenrade und Grüneberg und auf den Planfeststellungsbeschluss für die Umgehungsstraße B96. Die Gespräche in der Teilnehmergemeinschaft FBV B 96n – OU Löwenberg-Teschendorf, dessen Vorstandsgremium ich inzwischen angehöre, verlaufen sehr konstruktiv und wir sind alle optimistisch.
☑️ Ich freue mich auch auf die verschiedenen Ortsbeiratssitzungen, an denen ich mindestens 2x im Jahr teilnehmen möchte. Die Sitzungen der Gemeindevertretung werden in Zukunft auch von Ort zu Ort wandern, um allen Einwohnerinnen und Einwohnern mehr Beteiligung zu ermöglichen. Apropos Beteiligung: die Idee des Bürgerhaushaltes wurde auf den Weg gebracht und ich wünsche mir, dass dieser und der gesamte Haushalt 2023 in den nächsten Sitzungen der Gemeindevertretung beschlossen werden.
☑️ Und ganz privat freue ich mich auf den nächsten Urlaub mit der ganzen Familie. Im letzten Jahr war nicht viel Zeit, um mal die Seele baumeln zu lassen und zusammen zu verreisen. Das holen wir jetzt im Frühsommer nach.

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