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Corona: Keine Lehren aus dem ersten Lockdown?

09.12.2020 | Gesundheit

Schließung von Einzelhandel und Schulen im Gespräch – Wiederholen sich die Fehler aus dem ersten Lockdown?

Nun hat uns Corona doch mit voller Wucht erwischt. Die zweite Welle kam nicht nur aus Berlin, sie kam unerwartet vor allem aus Sachsen. Die südlichen Landkreise und Cottbus sind daher aktuell stärker betroffen als das Berliner Umland. Doch fast ganz Deutschland hat inzwischen Neuinfektionsraten, die man früher nur in wenigen Hotspots fand. Nun ist nach dem „Lockdown light“ ein zweiter harter Lockdown im Gespräch.

Corona-Zeiten bedeuten Konfrontation mit etwas unbekanntem. Oft ist man erst hinterher schlauer – etwa nach dem ersten Lockdown. Das führt zahlreiche widersprüchlichen Aussagen seitens Politikern – und das teilweise sogar von der gleichen Person. Doch manchmal werden Fehler von der gleichen Person erkannt, offen ausgesprochen und anschließend einfach wiederholt.

Ein Beispiel dafür ist die Schließung des Einzelhandels. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) war im Frühjahr ein Verfechter der Schließung des Einzelhandels. Im September meinte er dann, dass dies ein Fehler war, den man heute nicht wiederholen würde. Der Einzelhandel mit Hygienemaßnahmen wurde von ihm sogar explizit als relativ sicher eingestuft. Drei Monate später führt er die erneute Schließung des Einzelhandels als mögliche neue Maßnahme an. 

Eine weitere Erkenntnis des ersten Lockdowns war, dass die vollständige Schließung von Kitas und Schulen zu erheblichen wirtschaftlichen Folgeschäden führt. Da sich Eltern um ihre Kinder kümmern müssen, können sie nicht zur Arbeit. Auch unsere Umfrage ergab, dass dies von den Bürgern als größtes Problem angesehen wurde.

Einige Eltern wollten in den letzten Wochen jedoch ihre Kinder FREIWILLIG aus der Schule nehmen – zum  „Homeschooling“ – also Hausunterricht. Vermutlich wollten dies Eltern, die sich ohne große Probleme zu Hause um die Kinder kümmern können. Etwa weil sie im „Home Office“ arbeiten. Oder in Branchen, die ohnehin durch Corona-Maßnahmen lahmgelegt wurden. Doch mit Verweis auf die Schulpflicht wurde ihnen das verwehrt. Es bestand weiterhin physische Anwesenheitspflicht für die Schüler.

Warum hat man die Chance nicht ergriffen: Wer will kann freiwillig auf Homeschooling umstellen? Schon wäre mehr Platz in den Schulen und Schulbussen. Die Abstände wären besser einzuhalten, das Infektionsrisiko deutlich gesenkt. Nun sind seitens der Bundeskanzlerin statt dessen erneute Schulschließungen im Gespräch. Was auch wieder die Eltern treffen wird, die im Beruf gebraucht werden. Auch in den „systemrelevanten“ Bereichen wie  Nahrungsmittelhandel, Gesundheitswesen, Transport und so weiter.  Und schon baut man sich das nächste Problem, um das man sich wieder kümmern muss. Wie schon im Frühjahr…

Auch an anderen Stellen wird offensichtlich gehandelt ohne nachzudenken. Die im Winter eher selten überlaufenen Freigelände von Zoologischen Gärten sind gesperrt. Meterweiter Abstand im Freien mit Maske stellt scheinbar ein zu großes Infektionsrisiko dar. Wenn dem wirklich so wäre: Wieso werden die sardinenbüchsenartigen Zustände im ÖPNV-Berufsverkehr ignoriert? Wir hatten am 26.11. im Landtag die Offenhaltung von Einrichtungen mit offensichtlich sehr niedrigem Infektionsrisiko beantragt. SPD, CDU und Grüne lehnten dies ab.

Auch unser Antrag FFP2-Masken kostenlos an Risikogruppen zu verteilen (gleicher Antrag, Abstimmungspunkt 3) wurde abgelehnt. Erst 2 Wochen später kommt die Bundesregierung auf diese Idee…

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