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Freie-Wähler-Erfolg bei Bayern-Kommunalwahl – Richtiger Weg: Auf Grundwerte besinnen

10.03.2026 | Allgemein, Wahlen

Das bayerische Wahlrecht kennt so manche Besonderheit, die uns staunen lässt. Die Eigenheiten werden gepflegt und das ist auch gut so. Was noch besser ist: Die Ergebnisse, die die Freien Wähler am 8. März in Bayern einfahren konnten. Die Zahlen flößen Respekt ein und sind mehr als ein Fingerzeig über die Grenzen des Freistaates hinaus.

Gleich im ersten Wahlgang konnten 7 Landräte absolute Mehrheiten erringen und wurden so (wieder)gewählt. Satte 23 Freie-Wähler-Kandidaten gehen in die Stichwahl um das Landratsamt. Mit 2 weiteren, nicht zur Wahl stehenden Landräten könnte die Schar in wenigen Tagen anwachsen wie nie zuvor. Damit sind die Freien Wähler bayernweit klar auf Platz 2… während weite Teile der Medien davon schwärmen, dass die „AfD mancherorts Zweiter“ geworden ist. Dieses fulminante Ergebnis ist auch deswegen besonders hervorzuheben, weil in Bayern nahezu alle Gremien (Kreistage, Gemeinderäte) sowie Bürgermeister und Landräte am selben Tag gewählt werden. Dies erschwert den logistischen Aufwand für eine Graswurzelbewegung wie die Freien Wähler, deren Organisationsstruktur natürlich (noch) nicht den Grad der etablierten Parteien erreicht hat. In solch einer Situation flächendeckend so stark abzuschneiden, wiegt doppelt schwer.

Genauso schwer wiegt, dass dies medial nicht entsprechend gewürdigt wird. Es mag sein, dass sachliche Kernerarbeit, das Wirken als Kümmerer vor Ort und die kompetente Erledigung aller Verwaltungsaufgaben nicht so viele Schlagzeilen produziert – aber genau das ist es, was eine gesunde Demokratie braucht. Und wenn man damit so viele Menschen begeistern kann, dann ist das der Nachrichtenwert und nicht, dass manche Kräfte meinen, erstmals die Kommunen als Wirkungsfeld für sich entdeckt zu haben.

Auch bei den Wahlen zu den Kreistagen konnten die Freien Wähler zulegen und werden mehr Kreisräte entsenden als je zuvor. In zahlreichen Städten und Gemeinden belegen sie sogar Platz 1 bei der Vertretungswahl.

Bei der Suche nach den Gründen, wie das gelungen ist, muss man gar nicht so weit ausholen. Nach den mäßigen Ergebnissen bei der Bundestagswahl haben die Freien Wähler in Bayern genau eines getan: Sich auf ihre Grundwerte besonnen. Themen, die vor Ort mit den Freien Wählern seit Langem assoziiert werden, Programmpunkte, bei denen eine Kernkompetenz besteht, und vor allem bekannte und bewährte Gesichter nach vorne stellen. Den Markenkern in den Mittelpunkt rücken und sich darauf fokussieren, was man am besten kann: Dem Bürger zuhören und für ihn da sein. Natürlich muss man sich auch bei überregionalen Aufregerthemen Gehör verschaffen, aber man darf sich nicht die Köpfe einhauen, wenn man dabei mal nicht einer Meinung ist. Denn es ist nicht der Schwerpunkt unserer Arbeit. Dreh- und Angelpunkt müssen die eigenen Leib- und Magenthemen sein. So gelang und gelingt es, auch ohne „Bundesrückenwind“ beachtliche Ergebnisse in der Kommune zu erzielen. Und diese werden das Fundament für Wahlsiege auf Landesebene sein. Die Freien Wähler in Bayern haben dies in beispielgebender Weise vorgemacht.

Dies kann zur Blaupause für andere Bundesländer werden. In Brandenburg geben wir alles dafür, bei immer mehr Bürgermeisterwahlen erfolgreich zu sein. Im Kreise der hauptamtlichen Gemeindechefs liegen wir landesweit bereits auf Platz 3 – hinter SPD und CDU. Zugleich arbeiten wir daran, unseren ersten Landrat zu stellen, was in Brandenburg aufgrund der sehr großen Kreise traditionsgemäß schwieriger ist. Und auch thematisch gilt es, die Kernkompetenzen zu betonen. Man muss zu allen Themen sprechfähig sein, aber in der Fokussierung liegt der Schlüssel zum Comeback.

Und auch die Landtagswahl in Baden-Württemberg bringt uns Lehren: Wahlkampf sowie Marathon-Fähigkeiten lohnen sich und am Ende zählt der Kandidat – das ist mehr als deutlich geworden. Die chronische Schwäche der FDP eröffnet zudem ein Reservoir an wirtschaftsliberalen, werte- und rechtsstaatsorientierten Wählern, die eine Kraft suchen, die ihr Wort hält. Hier gibt es für uns, viel zu gewinnen. Die Freien Wähler konnten mit 2% landesweit zwar nicht reüssieren, aber landeten immerhin noch vor dem BSW… etwas, was man auch nicht unbedingt aus der Presse erfährt.

Für den Moment das Wichtigste ist aber: Daumen drücken. Daumen drücken für die Freien Wähler in Rheinland-Pfalz. Aktuelle Umfragen zeigen, dass ein Wiedereinzug in den Landtag am 22. März möglich ist. Hierfür müssen alle alles geben.

Wenn man aus Erfolg und Misserfolg die richtigen Lehren zieht, ist der zukunftsweisende Weg geebnet. Die aktuellen Ergebnisse zeigen uns dies sehr deutlich auf. Dies wollen wir beherzigen.

 

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