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Einsatz für den Erhalt des Tierheims Groß Lüben, Landkreis Prignitz

12.05.2026 | Allgemein, Landtag Brandenburg

Von regionaler Hilfe bis ins ganze Land Brandenburg und darüber hinaus

Im Sommer 2024 stand das Tierheim Groß Lüben vor einer existenziellen Herausforderung: Eine Finanzierungslücke in Höhe von rund 54.000 Euro für den Zeitraum von September bis Dezember 2024 gefährdete den Fortbestand der Einrichtung akut.

Intensives Engagement auf kommunaler Ebene

Seit Juni 2024 setzte sich Marcus Düring intensiv für den Erhalt des Tierheims ein. Ziel war es, sowohl kurzfristig die finanzielle Sicherung zu erreichen, als auch langfristig auf strukturelle Defizite in der Tierheimfinanzierung aufmerksam zu machen.

Zu den zentralen Maßnahmen zählten:

  • Wiederholte öffentliche Thematisierung der finanziellen Situation gegenüber dem Landkreis, im Ordnungsausschuss der Stadt Wittenberge als zusätzliches Gremienmitglied
  • Mehrfache Wortmeldungen und Vorsprachen in Kreistagssitzungen und dem entsprechenden zuständigen Ausschuss auf Kreisebene
  • Gezielter Aufbau von öffentlichem Druck durch Medienarbeit
  • Initiierung und Durchführung einer Petition

 

Durch diese Kombination aus politischem Engagement, Ehrenamt, öffentlicher Aufmerksamkeit und medialer Präsenz konnte die Finanzierung des Tierheims bis Ende 2024 durch den Landkreis sichergestellt werden.

Breite mediale Resonanz und konkrete Unterstützung

Parallel wurde eine umfassende Öffentlichkeitskampagne initiiert, die eine außergewöhnlich breite Resonanz erzielte:

  • Berichterstattung bei zwei Radiosendern
  • Nahezu 20 Zeitungsartikel in regionalen und überregionalen Medien
  • Beitrag im SAT.1-Frühstücksfernsehen

 

Diese Aufmerksamkeit führte auch zu konkreten Verbesserungen vor Ort: Die Einrichtung erhielt zahlreiche Sach- und Geldspenden. Hervorzuheben ist unter anderem eine vollständige LKW-Ladung mit Tierfutter und Tierbedarf, Decken sowie Hunde- und Katzenzubehör durch Fressnapf Deutschland. Ergänzt wurde dies durch eine Vielzahl privater Spenden.

Darüber hinaus wurden auch junge Menschen aktiv einbezogen: Im Rahmen einer Schulprojektwoche engagierten sich Schülerinnen und Schüler des Wittenberger Marie-Curie-Gymnasiums sowohl durch praktische Arbeitseinsätze im Tierheim als auch durch eine Spendenaktion am Tag der offenen Tür.

Weiterführende politische Schritte

Das Engagement beschränkte sich nicht auf die kurzfristige Sicherung:

  • Übergabe einer Petition mit über 6.000 Unterschriften an den Kreistag im Jahr 2024
  • März 2025: Übergabe der Petition mit über 7.500 Unterzeichnern an den Petitionsausschuss des Landtages Brandenburg
  • Dezember 2024: Einreichung von drei Verfassungsbeschwerden zur Thematik

 

Zudem wurde die Leitung des Tierheims Groß Lüben durch Marcus Düring für den Brandenburgischen Verdienstorden vorgeschlagen – als Anerkennung für die langjährige ehrenamtliche Arbeit und zur stärkeren Sichtbarmachung des Tierschutzes.

Auch wenn diese Auszeichnung formal nicht verliehen werden konnte, wurde die Tierheimleitung zum Ehrenamtsempfang in der Staatskanzlei eingeladen, verbunden mit einem Austausch auf höchster Landesebene.

Bewertung durch den Landtag Brandenburg

Ende 2025 erfolgte die abschließende Bewertung durch den Petitionsausschuss:

  • Die Problemlage und Begründung wurden als sachlich nachvollziehbar und berechtigt anerkannt
  • Gleichzeitig wurde festgestellt, dass derzeit keine entsprechenden Haushaltsmittel zur Verfügung stehen

 

Damit bleibt die strukturelle Problematik der Tierheimfinanzierung weiterhin bestehen. Neben 3 eingereichten Verfassungsbeschwerden an das Bundesverfasssungsgericht und das Verfassungsgericht Brandenburg, konnte trotz erheblichen Aufwandes, zwar kein juristischer Durchbruch erzielt werden, jedoch sorgte auch dies für eine ernsthafte Behandlung, auch im Rahmen der Gerichtsbarkeit. In diesem Herbst wird das Thema dann erneut auf der Tagesordnung des Landtags Brandenburg stehen. Die Debatte bleibt abzuwarten.

Dies zeigt eindrücklich, wie stark ein lokales und regionales Hilfsangebot zur Unterstützung für Wittenberge und der Prignitz, sich in viele Bereiche und auf vielen Ebenen, bis auf ganz Brandenburg entfalten kann und wie intensive Arbeit für eine konkrete Verbesserung vor Ort auch zeitlich langfristig anspruchsvoll bleibt, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. Das Ziel hat sich vom regionalen Thema zu einem Thema im ganzen Bundesland Brandenburg entwickelt und auf eine grundsätzliche Finanzierung aller Tierheime und Tierauffangstationen in Brandenburg ausgeweitet.

Ausblick

Die Petition wird weiterhin fortgeführt und soll bis Sommer 2026 ausgebaut werden. Anschließend ist eine Einreichung auf Bundesebene vorgesehen. Hierfür ist ein Quorum von 30.000 Unterstützern erforderlich – aktuell liegt die Petition bei 8.279 Unterzeichnern (Stand 11.5.2026 https://www.openpetition.de/petition/online/jetzt-tierheime-in-deutschland-retten-sos-hundehilfe-prignitz-co)

Parallel werden weitere politische und juristische Schritte geprüft, um langfristige Lösungen für die Finanzierung von Tierheimen zu entwickeln.

Fazit

Der Einsatz für das Tierheim Groß Lüben hat nicht nur eine akute Notlage abgewendet, sondern das Thema Tierheimfinanzierung nachhaltig in den politischen Fokus gerückt. Er steht damit beispielhaft für eine Politik, die konkrete Probleme aufgreift, öffentlich macht und beharrlich an Lösungen arbeitet – auch über die kommunale Ebene und einzelne Ausschüsse vor Ort und im Landkreis hinaus.

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